A Travellerspoint blog

Aug 2007

Auf Reisen...

...über Brasília in den Pantanal und zurück in die schönste Stadt der Welt!

sunny 30 °C
View Pepsi goes south on pepsis's travel map.

Wie ihr wohl alle festgestellt habt, ist Schreiben nicht meine Stärke! Nun ja, wie ihr auf dem Foto erkennen könnt, geht es mir bestens, deshalb wohl auch meine Laschheit mit diesem Blog - "kein Zeichen ist ja bekanntlich ein gutes Zeichen"! ilha_grande_004.jpg
Zudem war ich seit meinem letzten Eintrag mehrfach auf Reisen, zum Teil fernab jeglicher Zivilisation, wo Computer und Internet noch nicht die Vorherrschaft übernommen haben, sondern man noch eins ist mit der Natur!

So habe ich unter anderem ein Wochenende in Saquarema (2h nördlich von Rio) verbracht, frischen Fisch gegessen und gesurft. saquarema__23_.jpg
Praia da Itaúna
Dann bin ich eine Woche auf Ilha Grande (4h südlich von Rio) gewesen. Habe Äffchen, Papageie, Delfine und Schildkröten beobachtet, die Natur genossen, in natürlichen Pools unter Wasserfällen gebadet, gesurft und mich kulinarisch verwöhnen lassen. ilha_grande_012.jpg
Selbstverständlich habe ich während dieser Zeit meine Homebase in Rio nicht verlassen, sondern bin immer wieder zurückgekehrt um mit der Bonde durch Santa Teresa zu surfen, die knackigen Bodies am Strand von Ipanema zu bestaunen, das Nachtleben in Lapa zu geniessen, zum Cristo zu wandern oder auch nur um zwischendurch mal wieder zu arbeiten :-) Dann aber, am 23. Juli, bin ich ins Flugzeug gestiegen um mir die auf dem Reisbrett entworfene Hauptstadt, Brasilía, anzuschauen. Meine Güte, schon die Ankunft hat mich fast umgehauen - hier im Landesinnern war es nun wirklich brütend heiss! Die Stadt ist schwer zu beschreiben, Science-Fiction pur! Aus der Luft sieht die Stadt aus wie ein Flugzeug. Im Flugzeugkörper (Foto) sind die abgefahrenen Bauten und die Ministerien angesiedelt, in den Flügeln, schön arrangiert, die Wohnhäuser! 302 SWS, oder 405 SHSS sind dann die Strassennamen, die ebenfalls einer eigenen Logik zu Grunde liegen! brasilia_088.jpg
Ich habe mir dann dort während einem Tag die Füsse wundgelaufen, einen Sonnenbrand eingeholt und letztlich nur noch gestaunt über diese "virtuelle" Stadt! brasilia_079.jpg
Dennoch muss ich sagen, dass man Brasilía definitiv gesehen haben muss, denn die Architektur ist zum Teil atemberaubend schön! brasilia_044.jpg
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Nach 2 Tagen Brasilía war dann eigentlich mein Weiterflug nach Corumbá geplant! Schon wie ich am Flughafen angekommen bin, hatte ich eine Vorahnung was mich noch erwarten würde. Mein Flug, der eigentlich in einer Stunde starten sollte, war noch nicht einmal auf dem Bildschirm. So hiess es dann erstmal warten, warten, warten und warten! Plötzlich dann, nach rund vier Stunden, ist der Flug auf dem Bildschirm, wird eingestiegen, die Zeitung verteilt und los kann es gehen - könnte man meinen! Nein, nein, wir sind hier in Brasilien, erneut ist warten angesagt. Dann nach wiederum einer Stunde heisst es: "Wir haben ein Problem mit der Elektronik, bitte alle wieder aussteigen"! Ich muss wohl nicht erwähnen mit welcher Fluggesellschaft ich geflogen bin - doch genau, TAM! Die ganze Meute ist also wieder ausgestiegen und hat dann wiederum gewartet, bis die versprochenen Essensvoucher eingetroffen sind um sich am wunderbaren Buffet satt zu essen. Nach weiteren vier Stunden hat es dann plötzlich geheissen, Flug abgesagt, bitte alle wieder zum Einchecken zurück. In der Abflugshalle hatten sich in der Zwischenzeit zahlreiche Fernsehstationen eingefunden, die live vom Flughafen über die nationale Flugkrise berichtet haben (am selben Tag war in Brasilía die Anhörung über den Unfall in Congonhas)! Fazit des Flughafentages: Eine Nacht all. inclusive im besten Hotel der Stadt! Mir kam das gerade recht - so habe ich nach drei Monaten das erste Mal wieder ein Bad genommen, war in der Sauna und habe mir ein 4Gang-Menü servieren lassen, bevor ich mich durch die 70 Programme gezappt und dann schliesslich geschlafen habe. Am nächsten Tag hat dann wenigstens alles reibungslos geklappt und ich bin in Corumbá, der Grenzstadt zu Boliven, angekommen. Wie ich noch feststellen würde, war ich dort wohl die einzige Touristin und dies nicht nur im Hostel sondern auch im ganzen Rest der Stadt! Dennoch habe ich es genossen, endlich mal wieder Zeit für mich zu haben! Also bin ich am Abend los um in einer Churrascaria ein richtig gutes Stück Fleisch zu essen. Natürlich hat es nicht lange gedauert und ich als alleinessende Gringa habe Aufmerksamkeit erregt und so sass ich nach 1 Stunde mit 4 älteren Brasilianern am Tisch und habe portugiesisch praktiziert!
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Sonnenuntergang vom Cristo Rei do Pantanal, Corumba
Nach 2 Tagen Corumba bin ich dann mit dem Bus über den Estrade Parque quer durch den Pantanal gefahren um Mirjam zu besuchen. Mirjam ist eine Thunerin, die im Pantanal hängen geblieben ist und dort "Explore Pantanal" betreibt. Gleich bei meiner Ankunft habe ich mich gefühlt als würden wir uns schon ewig kennen und entsprechend war dann auch mein Aufenthalt dort! Ich wurde gleich zur Fazenda "Cacimba da Pedra" geführt, wo ich dank Mirjam und Marcello eingeladen wurde, ein paar Tage zu verbringen. Ein Aufenthalt auf einer Fazenda ist normalerweise ziemlich teuer, weil sowohl das Essen als auch verschiedene Aktivitäten wie Night-Safaris, Pferdereiten, Bootausflüge usw. im Preis enthalten sind - ich hatte also wieder einmal das Glück auf meiner Seite! Es war unbeschreiblich am Morgen mit den Papageien Pantanal_130.jpg , den Tukanen Pantanal_268.jpg und sonstigen Vögeln zu erwachen und noch nie habe ich solche Sonnenauf- und Untergänge gesehen miranda__51_.jpg . Die Kulisse des Pantanals ist atemberaubend und reicht von Steppe über Regenwald bis zu Sumpfgebiet! Aber nicht nur die Flora sondern auch die Fauna ist unbeschreiblich beeindruckend! So habe ich während der zahlreichen Ausflüge zu Fuss, hoch zu Ross, per Boot unzählige Tiere gesehen, die jedoch, wie ich nun feststellen sollte, mit einer kleinen Kompaktkamera, nur schwer zu erfassen sind. miranda__39_.jpg
Tamandua - kleiner Ameisenbär
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Jacaré
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Ne ganz agressive Schlange und höchst giftig!

Auf der Fazenda "Cacimba da Pedra" werden Krokos gezüchtet, einerseits um den Bestand in der Natur zu sichern, andererseits um Leder herzustellen und um sie zu essen. Pantanal_093.jpg
Ich war ja erst skeptisch, doch hatte ich keine andere Wahl, denn die nächsten 2 Tage sollte nur noch Krokofleisch serviert werden. Und ich muss sagen, es ist lecker, eine Mischung aus Fisch und Poulet! Nach 3 Tagen Fazenda habe ich dann ein paar Tage bei Mirjam und Marcello verbracht, bevor wir am 1. August erneut in die Wildnis gefahren sind um dort in ihrem Camp unseren Nationalfeiertag zu feiern und die Nacht in einer Hängematte unter den wilden Tieren zu verbringen Pantanal_352.jpg! Schliesslich bin ich dann nach 10 Tagen Pantanal und einer 28-stündigen Busreise wieder in Rio angekommen und bin in mein neues Zuhause eingezogen (zu dem dann ein ander Mal)! Nur damit ihr meine Schreibfaulheit versteht, ich habe für diesen Bericht gute 3 Stunden gebraucht!!

Posted by pepsis 09.08.2007 3:49 PM Archived in Tourist Sites | Brazil Comments (0)

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