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pepsis

Happy new year

Feiertage und weitere Abenteuer

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Also erstmal wünsche ich allen ein gutes neues Jahr, möge 2008 viel Freude und Sonnenschein bringen!
Pipa_009.jpg
Mein Eintrag von Pipa hat auf sich warten lassen resp. wurde gar nicht geschrieben, was ich jedoch jetzt nachholen werde, da ich mich seit Anfang Dezember erneut in Pipa befinde! Ich geniesse hier unbeschwertes Strandleben, bin fast jeden Tag mit den Wellen am kämpfen oder mit Delfinen am baden und lasse es mir auch sonst gut gehen! Bei sommerlichen Temperaturen habe ich denn auch die Adventszeit verbracht, was für mich als "Nordländerin", die sich Weihnachten mit Schnee und Tannenbäumen gewohnt ist, mehr als abstrakt war! Bis auf eine Krippe mitten auf dem Dorfplatz Pipa_007.jpg war hier von weihnachtlicher Stimmung nichts zu spüren, was ich jedoch nicht wirklich bedauert habe, denn wäre es anders gewesen, hätte dies wohl auch ungeheures Heimweh nach Familie und Freunden zur Folge gehabt! Dennoch habe auch ich Weihachten auf die brasilianische Art gefeiert: habe nach einem intensiven Tag surfen Pipa_016.jpg erstmals am Strand ein paar frische Austern geschlürft und dann zum Nachtessen, statt des üblichen Fondue Chinoise, ein frisches Ceviche zu mir genommen, bevor ich mich am heiligen Abend den Mücken als Festessen zur Verfügung gestellt habe! Zudem habe ich mir am Nachmittag ein schönes blaues Auge und eine dicke Lippe zu Weihnachten geschenkt (immerhin ist das Brett ganz geblieben und ich habe mir nicht noch eine Gehirnerschütterung geholt)! Dann nach Weihnachten sind hier Touristen in Massen angeströmt, mir hats nur noch gegraut und ehrlich gesagt, war ich froh als Silvester vorbei war und die Massen wieder abgezogen sind! Wenn ich nun zurück denke, kommt mir nur "Ubersitz" in den Sinn, der blanke Horror! Ja da sieht man wie sich die Zeiten ändern! Nun aber verbringe ich meine letzten Tage hier, noch diese Woche gehts zurück nach Rio, bevor ich dann am 22. Januar in Costa Rica erwartet werde! Wie es bis jetzt aussieht, werden Nina und ich dann gemeinsam von San José nach Managua reisen, wo wir am 4. Februar zwei weitere Freundinnen erwarten, um dann zu viert während einem Monat Nicaragua zu erkunden, bevor ich dann über Honduras und Guatemala Mexico und meine Heimkehr ansteuere!

Posted by pepsis 08.01.2008 10:19 Archived in Tourist Sites | Brazil Comments (0)

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Abenteuer im Nordosten Brasiliens

Von Belém über Sao Luis, Lençois, Canoa Quebrada nach Praia da Pipa

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Nach gut drei Monaten Funkstille im Blog, nehme ich mir wieder Mal die Zeit euch up zu daten! Also ich war einmal mehr auf Reisen, nur sind aus den geplanten drei Wochen schliesslich fast zwei Monate geworden. Wer schon mal in Brasilien war, kennt dies wohl aus eigener Erfahrung. Schliesslich ist das Land so immens gross und geizt absolut nicht mit seinen Schönheiten - von unberührter Wildnis, kolonialen Städten, menschenleeren Dünenlandschaften, endlos langen Stränden und westlichen Metropolen - hier ist alles zu finden!

Um dies alles zu entdecken, habe ich mich am 17. September zu unmenschlicher Zeit auf den Weg Richtung Flughafen gemacht! Dort habe ich dann einmal mehr (wie das beim Fliegen hier in Brasilien üblich ist) gewartet, gewartet und nochmals gewartet, bis der Flieger dann mit 7 Stunden Verspätung doch noch Richtung Belém abgehoben ist! Immerhin bin ich noch geflogen, die Airline ist nämlich in der Zwischenzeit gegroundet :-)

In Belém angekommen, habe ich dann als erstes die Docks am Amazonas angepeilt, um den weltgrössten Fluss zu bestaunen. Die braune Brühe hatte jedoch nichts mit meiner Vorstellung des von Urwald umgebenen Gewässers gemeinsam. Um dies zu sehen, hätte ich tiefer in den Amazonas eintauchen müssen, was ich jedoch aus gesundheitlichen Gründen (resp. fehlender Malariaprophylaxe) gelassen habe. Definitiv eindrücklicher als der Fluss war hingegen die Stadt selbst mit ihren kolonialen Gebäuden,
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den aufwendig restaurierten Docks am Fluss, belem_pipa_029.jpg
dem immensen Markt mit Früchten, Gemüsen, Kunsthandwerk, belem_pipa_041.jpg
Fischen, Fleischern belem_pipa_049.jpg
und Zaubermittelchen belem_pipa_057.jpg
und der stark indianisch geprägten Aura. Nachdem ich mir zwei Tage die Füsse wund gelaufen habe um jeden Winkel der Stadt zu erkunden, habe ich mir schliesslich auch eine Wundercreme für meine strapazierten Füsse gekauft. Zudem habe ich noch verschiedene Parfums angeschafft, darunter eines zum verführen und halten, eines um mich zu beschützen und eines damit mir das Glück hold ist! Mit diesen Zaubermittelchen im Gepäck bin ich nach zwei Tagen mit dem Nachtbus Richtung Sao Luis aufgebrochen. Wenn ich gewusst hätte, was mich auf der 12-stündigen Busfahrt erwartet, hätte ich definitiv noch ein Zaubermittelchen zum Schlafen gekauft. Ich war um jeden Zwischenhalt froh, bei dem ich aussteigen und ein bisschen Wärme tanken konnte. Im Bus herrschten schweizerisch winterliche Temperaturen, so dass ich selbst mit Faserpelz, Jeans und Turnschuhen, eingehüllt in Badetuch, Sarong und den seidenen Schlafsack noch am Schlottern war.

Zum Glück hat mich Sao Luis bereits frühmorgens mit viel Sonnenschein empfangen, so dass ich nach einer Stunde Aufwärmen im Busbahnhof meine Glieder wieder spüren und Richtung Stadt aufbrechen konnte. Ich habe mich dort in der Altstadt einquartiert, ein paar Stunden nachgeschlafen und dann bin ich los um das historische Zentrum, Unesco-Welterbe belem_pipa_112.jpg
, zu besichtigen. Sao Luis hat definitiv nicht zuviel versprochen, die Altstadt ist unglaublich schön, alles aufwendig restauriert, ich habe mich zeitweise wie in Frankreich gefühlt. Ausserdem kilometerlange menschenleere Strände, an denen in einfachen Holzbarracken frischester Fisch und tiefst gekühlte Biers serviert werden. Eine halbstündige Bootsfahrt von der Altstadt entfernt, liegt zudem Alcantara, eine Insel geprägt von alten kolonialen Ruinen und eindrücklichen Stränden. Da ich leider zur Nebensaison dort war, waren meine sozialen Kontakte äusserst eingeschränkt und so sass ich Abend für Abend alleine am Tisch und habe das Treiben in den Strassen beoachtet belem_pipa_130.jpg . Dann nach 5 Tagen bin ich mit dem Bus los nach Barreirinhas um das eigentliche Ziel meiner Reise zu bewundern, den Nationalpark Lençois. Meine Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden. Was ich dort während 2 Tagen bestaunt habe, war unglaublich! Die zahlreichen beeindruckenden Fotos belem_pipa_330.jpg belem_pipa_278.jpg belem_pipa_384.jpg
, die mich letztlich an diesen Ort gelockt haben, wurden der Realität nicht gerecht, in Natura war alles noch viel umwerfender - man muss es mit eigenen Augen gesehen haben! Mit einem umgebauten Viehtransporter wird man in die Nähe der Dünen gebracht und dann geht es zu Fuss Dünen rauf und runter bis sich die erste Lagune vor einem ausbreitet! Selbstverständlich hat es nicht lange gedauert bis ich eingetaucht bin um mich abzukühlen. Nach diesem Ausflug hatte ich dann eigentlich vor mit einem Buggy (nicht unser Boogie) nach Jericoacoara loszudüsen, da ich gehört habe, dass dies ein ziemlich hipper Ort sei mit wunderschönen Stränden! Daraus ist jedoch nichts geworden, da die Reise 3 Tage in Anspruch genommen hätte und zudem die einzige Bank in diesem sehr touristischen Ort (Barreirinhas) keine ausländischen Karten akzeptiert hat. Ich war also gezwungen wieder zurück nach Sao Luis zu fahren und habe dort, nachdem ich Geld besorgt habe, den erstbesten Bus nach Fortaleza genommen und von dort gleich den nächsten Bus nach Canoa Quebrada.

Canoa Quebrada wird häufig mit Jeri verglichen, weshalb ich dann auch diese Destination angesteuert habe. Ich habe dort ein reizendes Dörfchen mit wunderschönen Stränden und einer einladenden Promenade voller Restaurants, Bars und kleinen Läden vorgefunden! Nachdem ich eine Stunde lang rumspaziert bin, habe ich eine sensationelle Unterkunft gefunden mit eigener Terrasse und Meerblick belem_pipa_422.jpg! Hier liess es sich ausspannen! Im Gegensatz zu Sao Luis oder Barreirinhas waren soziale Kontakte hier unumgänglich. So wurde ich gleich am ersten Abend auf die Vollmondparty am Strand aufmerksam gemacht und so bin ich um Mitternacht mit einer Gruppe junger Menschen Richtung Freedombar marschiert belem_pipa_489.jpg. Das war dann echt ein Erlebnis - barfuss am Strand, Reggae, Lagerfeuer und Capeta! Capeta ist sozusagen der Nationaldrink im Nordosten, nicht etwa der Caipirinha, nur dass dieses Getränk mehr oder weniger ungeniessbar ist. Eine Mischung aus Wodka, Guaranasirup und Guaranapulver, Kondensmilch und Schoggipulver - das muss man sich mal vorstellen. Ich musste dann auch mehrmals verlegen abwinken, wenn mir einer offeriert wurde. An dieser Party habe ich eine Gruppe junger Schweizer kennen gelernt, die welch ein Zufall noch aus Bern waren und einige meiner Freunde kannten! Ach war das gut, wieder mal Berndeutsch zu sprechen! Zudem habe ich in der Folge Abnehmer für die mir offerierten Capetas und Partner für einen Ausflug mit dem Buggy gefunden :-) belem_pipa_614.jpg5 Tage Beach waren dann jedoch genug und ich begab mich auf den Weg nach Praia da Pipa, von dem ich gehört habe, dass es noch schöner und charmanter sei. Zudem konnte ich dort nicht nur an der Sonne liegen, sondern auch surfen und mit Delfinen baden! Das schien mir eine ausgezeichnete Option, doch Pipa ist dann einen eigenen Eintrag wert, den ich in den nächsten Tagen schreiben werde!!

Posted by pepsis 12.11.2007 13:28 Archived in Tourist Sites | Brazil Comments (0)

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Auf Reisen...

...über Brasília in den Pantanal und zurück in die schönste Stadt der Welt!

sunny 30 °C
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Wie ihr wohl alle festgestellt habt, ist Schreiben nicht meine Stärke! Nun ja, wie ihr auf dem Foto erkennen könnt, geht es mir bestens, deshalb wohl auch meine Laschheit mit diesem Blog - "kein Zeichen ist ja bekanntlich ein gutes Zeichen"! ilha_grande_004.jpg
Zudem war ich seit meinem letzten Eintrag mehrfach auf Reisen, zum Teil fernab jeglicher Zivilisation, wo Computer und Internet noch nicht die Vorherrschaft übernommen haben, sondern man noch eins ist mit der Natur!

So habe ich unter anderem ein Wochenende in Saquarema (2h nördlich von Rio) verbracht, frischen Fisch gegessen und gesurft. saquarema__23_.jpg
Praia da Itaúna
Dann bin ich eine Woche auf Ilha Grande (4h südlich von Rio) gewesen. Habe Äffchen, Papageie, Delfine und Schildkröten beobachtet, die Natur genossen, in natürlichen Pools unter Wasserfällen gebadet, gesurft und mich kulinarisch verwöhnen lassen. ilha_grande_012.jpg
Selbstverständlich habe ich während dieser Zeit meine Homebase in Rio nicht verlassen, sondern bin immer wieder zurückgekehrt um mit der Bonde durch Santa Teresa zu surfen, die knackigen Bodies am Strand von Ipanema zu bestaunen, das Nachtleben in Lapa zu geniessen, zum Cristo zu wandern oder auch nur um zwischendurch mal wieder zu arbeiten :-) Dann aber, am 23. Juli, bin ich ins Flugzeug gestiegen um mir die auf dem Reisbrett entworfene Hauptstadt, Brasilía, anzuschauen. Meine Güte, schon die Ankunft hat mich fast umgehauen - hier im Landesinnern war es nun wirklich brütend heiss! Die Stadt ist schwer zu beschreiben, Science-Fiction pur! Aus der Luft sieht die Stadt aus wie ein Flugzeug. Im Flugzeugkörper (Foto) sind die abgefahrenen Bauten und die Ministerien angesiedelt, in den Flügeln, schön arrangiert, die Wohnhäuser! 302 SWS, oder 405 SHSS sind dann die Strassennamen, die ebenfalls einer eigenen Logik zu Grunde liegen! brasilia_088.jpg
Ich habe mir dann dort während einem Tag die Füsse wundgelaufen, einen Sonnenbrand eingeholt und letztlich nur noch gestaunt über diese "virtuelle" Stadt! brasilia_079.jpg
Dennoch muss ich sagen, dass man Brasilía definitiv gesehen haben muss, denn die Architektur ist zum Teil atemberaubend schön! brasilia_044.jpg
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Nach 2 Tagen Brasilía war dann eigentlich mein Weiterflug nach Corumbá geplant! Schon wie ich am Flughafen angekommen bin, hatte ich eine Vorahnung was mich noch erwarten würde. Mein Flug, der eigentlich in einer Stunde starten sollte, war noch nicht einmal auf dem Bildschirm. So hiess es dann erstmal warten, warten, warten und warten! Plötzlich dann, nach rund vier Stunden, ist der Flug auf dem Bildschirm, wird eingestiegen, die Zeitung verteilt und los kann es gehen - könnte man meinen! Nein, nein, wir sind hier in Brasilien, erneut ist warten angesagt. Dann nach wiederum einer Stunde heisst es: "Wir haben ein Problem mit der Elektronik, bitte alle wieder aussteigen"! Ich muss wohl nicht erwähnen mit welcher Fluggesellschaft ich geflogen bin - doch genau, TAM! Die ganze Meute ist also wieder ausgestiegen und hat dann wiederum gewartet, bis die versprochenen Essensvoucher eingetroffen sind um sich am wunderbaren Buffet satt zu essen. Nach weiteren vier Stunden hat es dann plötzlich geheissen, Flug abgesagt, bitte alle wieder zum Einchecken zurück. In der Abflugshalle hatten sich in der Zwischenzeit zahlreiche Fernsehstationen eingefunden, die live vom Flughafen über die nationale Flugkrise berichtet haben (am selben Tag war in Brasilía die Anhörung über den Unfall in Congonhas)! Fazit des Flughafentages: Eine Nacht all. inclusive im besten Hotel der Stadt! Mir kam das gerade recht - so habe ich nach drei Monaten das erste Mal wieder ein Bad genommen, war in der Sauna und habe mir ein 4Gang-Menü servieren lassen, bevor ich mich durch die 70 Programme gezappt und dann schliesslich geschlafen habe. Am nächsten Tag hat dann wenigstens alles reibungslos geklappt und ich bin in Corumbá, der Grenzstadt zu Boliven, angekommen. Wie ich noch feststellen würde, war ich dort wohl die einzige Touristin und dies nicht nur im Hostel sondern auch im ganzen Rest der Stadt! Dennoch habe ich es genossen, endlich mal wieder Zeit für mich zu haben! Also bin ich am Abend los um in einer Churrascaria ein richtig gutes Stück Fleisch zu essen. Natürlich hat es nicht lange gedauert und ich als alleinessende Gringa habe Aufmerksamkeit erregt und so sass ich nach 1 Stunde mit 4 älteren Brasilianern am Tisch und habe portugiesisch praktiziert!
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Sonnenuntergang vom Cristo Rei do Pantanal, Corumba
Nach 2 Tagen Corumba bin ich dann mit dem Bus über den Estrade Parque quer durch den Pantanal gefahren um Mirjam zu besuchen. Mirjam ist eine Thunerin, die im Pantanal hängen geblieben ist und dort "Explore Pantanal" betreibt. Gleich bei meiner Ankunft habe ich mich gefühlt als würden wir uns schon ewig kennen und entsprechend war dann auch mein Aufenthalt dort! Ich wurde gleich zur Fazenda "Cacimba da Pedra" geführt, wo ich dank Mirjam und Marcello eingeladen wurde, ein paar Tage zu verbringen. Ein Aufenthalt auf einer Fazenda ist normalerweise ziemlich teuer, weil sowohl das Essen als auch verschiedene Aktivitäten wie Night-Safaris, Pferdereiten, Bootausflüge usw. im Preis enthalten sind - ich hatte also wieder einmal das Glück auf meiner Seite! Es war unbeschreiblich am Morgen mit den Papageien Pantanal_130.jpg , den Tukanen Pantanal_268.jpg und sonstigen Vögeln zu erwachen und noch nie habe ich solche Sonnenauf- und Untergänge gesehen miranda__51_.jpg . Die Kulisse des Pantanals ist atemberaubend und reicht von Steppe über Regenwald bis zu Sumpfgebiet! Aber nicht nur die Flora sondern auch die Fauna ist unbeschreiblich beeindruckend! So habe ich während der zahlreichen Ausflüge zu Fuss, hoch zu Ross, per Boot unzählige Tiere gesehen, die jedoch, wie ich nun feststellen sollte, mit einer kleinen Kompaktkamera, nur schwer zu erfassen sind. miranda__39_.jpg
Tamandua - kleiner Ameisenbär
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Jacaré
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Ne ganz agressive Schlange und höchst giftig!

Auf der Fazenda "Cacimba da Pedra" werden Krokos gezüchtet, einerseits um den Bestand in der Natur zu sichern, andererseits um Leder herzustellen und um sie zu essen. Pantanal_093.jpg
Ich war ja erst skeptisch, doch hatte ich keine andere Wahl, denn die nächsten 2 Tage sollte nur noch Krokofleisch serviert werden. Und ich muss sagen, es ist lecker, eine Mischung aus Fisch und Poulet! Nach 3 Tagen Fazenda habe ich dann ein paar Tage bei Mirjam und Marcello verbracht, bevor wir am 1. August erneut in die Wildnis gefahren sind um dort in ihrem Camp unseren Nationalfeiertag zu feiern und die Nacht in einer Hängematte unter den wilden Tieren zu verbringen Pantanal_352.jpg! Schliesslich bin ich dann nach 10 Tagen Pantanal und einer 28-stündigen Busreise wieder in Rio angekommen und bin in mein neues Zuhause eingezogen (zu dem dann ein ander Mal)! Nur damit ihr meine Schreibfaulheit versteht, ich habe für diesen Bericht gute 3 Stunden gebraucht!!

Posted by pepsis 09.08.2007 15:49 Archived in Tourist Sites | Brazil Comments (0)

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Maracanã - Estádio Mário Filho

Botafogo x Vasco

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Campeonato brasileiro 2007 - 7. Runde

So die 7. Runde der Meisterschaft ist angesagt und heute wird dazu noch einer der Stadtrivalen, Vasco, sein Glück versuchen um mein Team :-), Botafogo, zu schlagen! Also nichts wie los Richtung Maracanã, zumal ich heute doch auch mein, beim letzten Match ergattertes Fogo-Shirt, präsentieren kann! Selbstverständlich darf ich so nicht vor dem Stadion auftreten, denn der Fussmarsch Richtung Eingang der Botafoguensen führt am Eingang der Gegner vorbei und man will ja schliesslich nichts riskieren! Also ziehe ich vorsichtigerweise noch das "Stade de Thune"-Shirt über, da wir uns ja eben genau ein solches Stadion wie das Maracanã gewünscht haben. Bereits in der Metro muss ich dann feststellen, dass anscheinend halb Rio dasselbe Ziel vor Augen hat und Richtung Maracanã pilgert.
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Estádio Mario Filho, besser bekannt als MARACANÃ!

Beim Eingang der Fogofans, kaufe ich dann erstmals einem der zahlreichen Strassenhändler ein eisgekühltes Bier ab, verpflege mich und warte gemeinsam mit weiteren Gringos auf unseren Leithammel Felipe, dem Koordinator von Ikoporan und treuer Botafoguenser! Wahrhaftig fanatisch, wie ich später noch feststellen werde! Das Ticket kostet übrigens knapp 15 Franken und ist verglichen zu anderen Spielen verhältnismässig teuer, bzw. sehr teuer. Viele Spiele werden nämlich von namhaften Firmen gesponsert und so kann man für die meisten Spiele ein Ticket für weniger als 5 Franken haben, oder gegen ein Produkt der Firma eintauschen (dazu später)!
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A Botafoguensa da suiça muito feliz!

Wir sind mitten im Fanblock und so sind die zahlreichen Hymnen schnell im Kopf eingeprägt! Da können wir zurückhaltenden Schweizer uns ein Vorbild nehmen, wie die Fans hier ihr Team unterstützen! Zwar wird auch hier Geselligkeit gepflegt und Bier getrunken, aber fortwährend auch gesungen, geklatscht und Fahnen geschwungen - verglichen mit hier, haben wir selbst zu CL-Zeiten alt ausgesehen, geschweigen denn letzte Saison!
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Zurück zum Spiel, wow, da werden noch Tore geschossen und minutenlang erscheint die berühmte "Goooooooool"-Anzeige im doch langsam recht veralteten, aber dennoch ehrwürdigen Stadion! Botafogo dominiert klar und so steht es nach 45 Minuten bereits 2:0! Nachdem Lima dann kurz vor Spielende zum 4:0 trifft, bricht erneut das Chaos aus, Petarden, Fahnen, das Spielfeld kaum mehr zu sehen!
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Plötzlich dann tauchen 3 Militärpolizisten in der Menge auf und steuern direkt auf mich zu, na gut, denke ich, die wollen ja bestimmt nicht zu mir! Sie ergreifen sich Felipe, der direkt hinter mir steht und wollen ihn festnehmen. Während ich lieber ein wenig Distanz suche, gesellen sich die umstehenden Fogofans hinzu und schliesslich kann Felipe in der Menge entkommen, zumindest ein paar Meter, dann wird er doch noch geschnappt, nachdem weitere 3 Militärpolizisten per Funk anvisiert wurden! Auf jeden Fall haben wir :-) 4 zu 0 gewonnen und so begeben wir uns, ohne Felipe, mit der feiernden Menge Richtung Ausgang! Tun können wir ja sowieso nichts, denn mit diesen Polizisten will man als Gringo ganz bestimmt nichts zu tun haben. Wir können nur hoffen, dass sie Felipe nach seinem Fluchtversuch nicht misshandeln!
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Wir brauchen schliesslich etwa 20 Minuten um überhaupt aus dem Stadion zu kommen, da wird getanzt, gesungen, es herrscht eine unglaubliche Atmosphäre (ich habe übrigens zahlreiche Filmchen gedreht und werde versuchen die bald mal zu integrieren, denn dass muss man gesehen haben)! In St. Teresa angekommen, muss dann erstmals der Schock und die Ungewissheit über Felipes Befinden verdaut werden, weshalb wir direkt die nächste Bar ansteuern! Es vergehen jedoch keine 10 Minuten, da ruft unser Rabauke an und meldet, dass er in wenigen Minuten in "Bar do Mineiro" sei um zu feiern. Wie wir dann bei seiner Ankunft feststellen, hat er wohl schon mehr als genug gefeiert, na gut, hauptsache er ist wohlauf! Wie er uns dann erklärt, wurde er festgenommen, weil er eine leere Bierdose Richtung Fahnenschwinger geworfen hat und zufällig beobachtet wurde! Auf jeden Fall konnte er sich freikaufen und hat dann vor dem Stadion weitergefeiert! Das Dosenwerfen ist übrigens hier üblich, zumindest habe ich mehr als eine (und nicht nur leere) abgekriegt, weshalb ich auch wie eine wandelnde Bierdose zu Hause angekommen bin. Trotzdem war es natürlich die Strapazen wert und so werde ich auch weiterhin, wenn Fogo spielt die Hymnen singen! Das Spiel von letztem Samstag (die 8. Runde) musste leider wegen den PAN auf August verschoben werden, doch schon nächsten Samstag heisst es dann wieder "e ninguem cala, esse nosso amor, e è por isso que canto assim, è para ti Fogoooo". Das Spiel ebenfalls gegen einen der grössten Stadtrivalen, Fluminense, ist gleichzeitig das Einweihungsspiel des extra für die PAN gebauten Stadions und Eintritte können ab morgen gegen eine Büchse Milchpulver eingetauscht werden - tatsächlich! Deshalb muss ich jetzt schlafen gehen, damit ich morgen früh zwei Büchsen Milchpulver kaufen kann, die ich dann ab zehn Uhr gegen zwei Tickets eintauschen kann (ohne Aufpreis)! Die Stadt als Sponsor dieses Anlasses verteilt dann die Büchsen an soziale Projekte in der Stadt - finde ich ne super Sache! Juhuu, freue mich schon!!

Posted by pepsis 25.06.2007 20:54 Archived in Tourist Sites | Brazil Comments (0)

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Paratí

Meine ersten "Ferien"

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Letztes Wochenende habe ich die Grossstadt ein erstes Mal verlassen und bin nach Paratí gereist! Ein komfortabler Bus hat mich vier Stunden lang durch eine atemberaubende Landschaft chauffiert - Auf der einen Seite Regenwald und Berge soweit das Auge reichte, auf der anderen Seite das Meer mit hunderten von groesseren und kleineren Inseln! Gleich bei der Ankunft im Busbahnhof bin ich ein erstes Mal ueberrumpelt worden - von allen Seiten kamen sie herbei um mich in eine Pousada zu fuehren! Wie ich bin, habe ich selbstverstaendlich im Voraus recherchiert und genau gewusst, wo ich logieren moechte :-) Nachdem ich mich dort einquartiert habe, bin ich gleich zum Strand marschiert, wo, welch ein Zufall, ein Fest stattgefunden hat! Als einzige anwesende Gringa habe ich natuerlich Aufmerksamkeit erregt und so war ich nach 5 Minuten bereits Teil der Festgesellschaft und habe die halbe Nacht am Feuer gesessen, gesungen und getanzt!
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Os veilhinhos, die Tanzkapelle!

Der naechste Tag wurde einmal mehr von Dauerregen begleitet. Also zog ich, mit Regenschirm und Kamera ausgeruestet, los um die historische Altstadt von Paratí zu erkunden!
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Das Staedtchen ist gepraegt von kolonialen Haeusern und gepflasterten Strassen und diente frueher als zentraler Hafen fuer die Verschiffung von Gold und Kaffee.
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Leider waren auch hier, wie uebrigens im ganzen Bundesstaat Rio de Janeiro die Museen geschlossen, weshalb ich eine Cachaçaria aufgesucht habe um mich aufzuwaermen!
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Cachaça gibts hier in den verschiedensten Varianten, als Schnaps, Likoer usw. und ich liess es mir natuerlich nicht nehmen, diese auch zu degustieren. Mir war auf jeden Fall beim Verlassen wieder warm und wie sich am Abend herausstellen sollte, konnte ich ploetzlich auch Samba tanzen. Jawohl! Ueberall trifft man auf Menschen, die auf der Strasse musizieren, singen und tanzen und so habe ich am Abend auch wieder neue Freunde gewonnen.

Da man Paratí in einem Tag besichtigt hat, habe ich am Sonntag ein Fahrrad gemietet und bin entlang der alten Goldroute durch den Regenwald geradelt! Das war vielleicht anstrengend - ich glaube, ich musste etwa 12 Mal die Kette wieder montieren.
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Das ist die ´Costa Verde´!

Am letzten Tag meiner Ferien war dann endlich auch die Sonne wieder praesent und ich bin mit dem Bus nach Trindade gefahren - einfach paradiesisch! Ein kleines verschlafenes Fischerdoerfchen mit vier wunderschoenen Straenden und einem natuerlichen Pool unter einem Wasserfall! Wow!
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Trindade - uma das praias!


Gluecklich und zufrieden bin ich schliesslich spaet Abends wieder in Rio angekommen! Heute, Corpus Christi, ist hier erneut ein Feiertag und morgen werde ich erneut in die Ferien fahren. Dieses Mal geht es nach Saquarema, einer der besten Surfspots hier in Brasilien, nur 100km von Rio entfernt. Bald schon gibt es also neue Abenteuer! Ja und ich weiss, ich werde versuchen hauefiger zu schreiben! Es kann auch mir nicht schaden, denn ich habe festgestellt, dass ich schon Muehe habe mit der deutschen Sprache, tatsaechlich!
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Wie ihr seht, mir geht es bestens!

Posted by pepsis 07.06.2007 19:43 Archived in Tourist Sites | Brazil Comments (1)

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